Bretagne

16. bis 30. Mai 2009 / 2

 

Für Samstag haben wir mal wieder einen der eher dünn gesäten Caches ausgeguckt, einen kleinen Multi am Aber Vrac’h. Die Fotos sahen toll aus, und auf der Karte ist sogar ein Wanderweg eingezeichnet. Auch hier ist das Wochenende zu merken - ein paar Leute sind durchaus unterwegs, meist aber nicht weit von den Parkplätzen entfernt ;-)
Die Gegend ist wirklich klasse, und den Cache finden wir auch fix. Nur mit dem Wanderweg ist es nicht so wie gedacht, aus der Runde wird also nichts. Was nun? Auf der topographischen Karte sieht der Plage du Zorn recht dünn besiedelt aus, und wir versuchen dort mal unser Glück. Tatsächlich ist es dort ruhig, und der GR34 bietet sogar eine kleine Runde an. Der Rückweg führt durch ein Schrebergarten-ähnliches Gelände: alles gar nicht mal kleine, von Hecken umsäumte und vermutlich private Stellplätze für Wohnwagen. Hier verbringt "man" wohl den Sommer - das hat was!
Heute ist es den ganzen Tag etwas bedeckt bei 15°C und eher mäßigem Wind - genau das Wetter hatte ich mir gewünscht ;-))

Nach einer Mittagspause nebst Schläfchen fällt uns ein, daß wir kein Brot fürs Wochenende haben, also doch noch mal los... Siehe da, die Läden im Nachbarort haben noch geöffnet, also schnell ein Brot geschoppt und dann noch ein Ründchen durch die Felder laufen. Zum Glück ist nur sehr vereinzelt mal ein leiser Knall zu hören, und Bob übersteht das ganz gut :-) Nun reicht es auch für heute.

 

Laut Wetterbericht sollte es am Sonntag regnen, aber morgens sieht es recht gut aus, und es wird auch so bleiben ;-) Wir fahren wieder mal weiter ins Inland, haben uns einen Rundweg in den Monts d'Arrée rausgesucht. Auf dem Weg halten wir an einer Gastanke - kriegen aber kein Gas... Es will einfach nicht laufen, keine Ahnung, was wir hier falsch machen, und keiner da, der helfen könnte. Ärgerlich, aber nun ja ;-)

Der Wanderweg ist wunderschön, und als wir in den Höhen angekommen sind (immerhin die Preisklasse wie unsere Heimat *g*), haben wir immer wieder herrliche Blicke auf das Umland. Leider verpassen wir trotz Navi und Wanderkarte später den Abzweig zurück und laufen so mal locker 2 km Umweg. Sehr unschön, denn es ist recht warm geworden, und das ist nun eigentlich zuviel für die Nasen... Als wir endlich auf dem richtigen Weg sind, stellt sich der Abstieg als Bachlauf dar. Immerhin: Wasser! Bob stürzt sich gierig ins nächstbeste Schlammloch und sieht aus wie Schwein ;-)) Gut, daß wir nicht anders rum gelaufen sind, denn der Abstieg ist heftig steil und zieht sich ganz schön hin. Fast am Ende findet sich zum Glück noch ein klares Bächlein, in dem sich Bob vom gröbsten Dreck befreit.
Am Wagen machen wir erst noch eine ganze Weile Pause, die Mäuse sind platt und machen keinen Mucks mehr...

Auf dem Rückweg statten wir noch dem Enclos Paroissial de Sizun einen Besuch ab. Immer wieder beeindruckend und schaurig schön, diese Gemäuer mit den vielen Details! :-) Eigentlich gibt es dort auch einen Cache zu bergen, aber eine Gruppe junger Leute lungert bei den Finalkoordinaten rum - nichts zu machen...

 

Montag bleiben wir mal wieder in der näheren Umgebung. Zunächst mal haben wir uns einen kleinen Rundweg am Aber Wrac'c rausgesucht. Er führt an der idyllisch gelegenen Moulin de Vern vorbei (sowas möchte man auch haben *g*) und dann meist weiter durch die typischen schattigen Heckenwege. - Zum Glück, denn es ist doch schon wieder Mittag und obendrein fies schwül. Die Nasen sind noch weniger amused von der Wärme als wir ;-)
In einiger Entfernung ballert wieder eine Maschine vor sich hin - aber Bob trägt es mit Fassung! Zumindest gerät er nicht in Panik, wenn er auch jedes mal aufhorcht bzw. leicht erschrickt. Ist das ein Fortschritt? Schüsse waren schon immer Schüsse - und furchterregend, die Entfernung hat eigentlich nie eine Rolle gespielt... Na, warten wir ab.

Nach einer Ruhe- und Picknickpause fahren wir noch ans Meer zum Plage du Vougo und hoffen, daß dort Wind etwas für Abkühlung sorgt. Da sich dort ein Vogelschutzgebeit nebst Lehrpfad und Campingplatz befindet, erwarten wir dort eigentlich ein bisschen Leben. Aber nix davon: kaum eine Seele unterwegs!
Wir haben den herrlichen breiten Ebbestrand quasi für uns allein und schlendern dort bei angenehmer Brise einfach etwas entlang. Zurück zum Wagen laufen wir in den Dünen auf dem GR34, der natürlich auch hier der Küste folgt.

Das reicht auch für heute, die Nasen strengt das ganz schön, auch wenn wir nicht mal viel laufen... Richtig bescheiden ist, daß Lupo irgendwie gar nicht mehr trinken mag :-( Bis vorgestern hat er wenigstens noch mit Begeisterung sein Joghurtwasser genommen - jetzt schlabbert ein paar mal dran, und wenn man nicht aufpaßt hat Bob auch schon den Rest weggesüffelt. Irgendwas müssen wir noch finden, wie wir noch etwas mehr Flüssigkeit in den Hund kriegen...

 

Lupos nächtliche Unruhe wird nicht wirklich besser. Heute nacht muß er derart unruhig gewesen sein, daß Bob irgendwann zu mir kam und sich im Schlafzimmer auf den nackten Boden gelegt hat :-( Was das für Bob bedeutet, weiß ich nicht, aber es besorgt mich, denn er scheint besser zu wissen, was mit Lupo ist.

Das Wetter am Dienstag zeigt sich sonnig und recht windig bei 11 Grad - gerade so, wie ich es mir für hier vorstelle ;-) Gut so, denn heute wollen wir nach Le Conquet fahren und den Cache "La forteresse sur la mer" suchen, der überhaupt schuld daran ist, daß wir hier sind. Als ich den Cache entdeckte und das Foto der Beschreibung sah, dachte ich direkt: hier muß ich unbedingt hin!!! - Und kurz darauf begannen die Reiseplanungen...
Die Anfahrt gestaltet sich kurvig und langwierig, aber wenigestens klappt es heute auf Anhieb mit dem Gas-Tanken ;-) Um Elf sind wir am angestrebten Parkplatz, und schon hier bietet sich ein einfach nur großartiger Ausblick in alle Richtungen. Der Weg zum Cache bzw. eben dem Fortresse ist allerdings - für mich persönlich - etwas abenteuerlicher als so gedacht: es geht auf einem schmalen Pfad an der steilen Küste entlang rund um die Halbinsel Kermorvan. Wenn keine Vegetation den Blick nach unten verhindert, ist mir doch etwas koddrig... Und an Gegenverkehr mag ich hier mal grad gar nicht denken ;-)))
So ist mir dann leider auch nicht danach, zum eigentlichen Fort rüber zu kraxeln, ich bewundere es nur aus der Ferne. Ist zwar etwas schade - aber letztlich egal, das war wirklich ein Traum, und er ist wahr geworden! :-) Dazu kommt - vom einfach perfekten Wetter mal abgesehen - daß auch die Mäuse heute richtig gut drauf sind: Bob ist munter, aufmerksam und entdeckungslustig, und für Lupo ist es kühl genug, daß er auch häufiger wieder mal trabt :-) In der Pause legen sich beide völligst entspannt zu uns und genießen die Sonne. Alles einfach nur schön!

Nach zwei Stunden sind wir wieder zurück am Wagen, wo wir die Nasen noch etwas ausruhen lassen. Dann geht es weiter zum Pointe de St Mathieu. Da hier zu viel los ist, gehen wir abwechselnd Abtei, Leuchtturm und Aussicht bewundern. Einer "bewacht" die Hunde im offenen Wagen - ein Schattenplatz war nicht zu finden.
Unser letztes Ziel liegt nur wenige Kilometer nördlich: der Cache am Amer du Vaéré. Am Parkplatz werden wir zunächst mal von einem Hofhund "Überfallen" - ruckzuck ist er da und spielt Lupo an ;-)) Wir kommen kaum weg da, denn die beiden finden sich klasse!
Die Bilder in der Cachebeschreibung haben nicht getrogen: hier kann man schön eine Runde laufen. Und auf dem Rückweg finden wir auch noch den Schatz . Jetzt reicht es auch für heute... Nach einer guten Stunde Fahrt sind wir um kurz vor fünf wieder zuhause und haben fertig ;-)
Das war ein ganz wunderbarer Tag :-)))

 

Mittwoch morgen ist nichts mit ausschlafen: ab halb 4 Unruhe wie nichts gutes, vor halb sechs gebe ich auf. Nachdem die Nasen im Garten waren, kehrt denn so langsam wieder Ruhe ein...

Dieser Tag ist einfach nur grau. Um 9 Uhr kriege ich schon keine Croissants mehr, aber das Internet muß mal wieder extra für mich aktiviert werden ;-) Beim Frühstück um 10 beschließen wir, daß dies der Ruhetag sein wird...Ich finde, wir haben auch lange durchgehalten: bislang jeden Tag gutes Programm ;-) Erst mittags um 1 gehen wir eine kleine Runde zum Strand am Ort, und dann ist auch schon wieder Pause angesagt. Auch die Hunde schlafen klaglos vor sich hin.
Um 5 fahren wir noch mal ein Stückchen raus. Im Grau des Tages finden wir wieder einmal einen wunderbaren verwunschenen kleinen Rundweg - vorbei an einigen Höfen und deren Hunden. Der einzige, der uns wirklich shice findet, hält exakt eine imaginäre Grenze ein, die er nicht überschreitet. Faszinierend - aber auch besser so! ;-)))
Noch einkaufen, was essen, fertig für heute...

 

Der Donnerstag geht erst mal gräulich los. Eigentlich lockt uns der Reiseführer mit einer Festungsruine nach Trémazan. Die kann man allerdings nur von weitem betrachten, aber macht nichts, es ist ein schnuckliges Örtchen mit wie immer netter Küste, wo man schon mal eine kleine Runde drehen kann.

Mittags reißt der Himmel ein bisschen auf, und wir fahren zu unserem nächsten Ziel, dem Plage des Trois Moutons bei Lampaul-Ploudalmézeau. Hier gibt es mal wieder ein Cachechen zu suchen, abgelegt an einer Grabstätte in den Dünen. Ohne den Cache hätte man die "paar Steine" vermutlich übersehen ;-)
Nach dem Fund schlendern wir eine Weile über den weiten Sandstrand, machen Leckerchenweitwurf, Lupo amüsiert sich etwas mit einem vorbei joggenden Labbimix, und beide Nasen sind bei angenehmen Temperaturen einfach nur gut drauf - das ist richtig schön! :-)

Zurück am Wagen machen wir erst mal Picknickpause, und die Jungs ruhen sich aus. Dann fahren wir weiter nach St Pabu am Aber Benoit, Carsten hatte hier von einer netten Crèperie gelesen ;-) Diese finden wir auch wie beschrieben, aber leider hat sie geschlossen. Schade, sah wirklich nett aus. Und malerisch gelegen ist sie! Direkt am breiten Fluß, wo es fast natürlich auch wieder einen gezeichneten Weg gibt (dafür liebe ich Frankreich!) Hecken, urwaldartige Vegetation und schnuckelige Häuschen säumen das Ufer...
Der Rückweg der Runde führt durch's Land, und hier knallt es entfernt auch wieder. Bob ist etwas abgestreßt, aber noch nicht vollends in Panik. Insgesamt hat er sich scheinbar einigermaßen mit der entfernten Ballerei arrangiert, hier blieb er letztens immer ansprechbar, und auch im Garten war es kein Problem mehr. Es darf nur nicht zu nahe sein... ;-)

 

Hm, jetzt haben wir Lupo 2 Abende Trofu statt Dose gegeben - und haben 2 Nächte durchschlafen können... Ich seh schon, da müssen wir mit dem Futter noch weiter rumprobieren, denn eigentlich soll er ja kein Trofu mehr bekommen, bzw. nur noch sehr wenig.

Am Freitag - unserem letzten Tag hier... - hat es schon um 10 Uhr 15 Grad und einen knallblauen Himmel. Heute erkunden wir mal die Gegend östlich von uns. Zunächst wollen wir eine Schloßruine umrunden, Wanderwege gibt es da. Das Schloß ist auch wirklich beeindruckend, wenn auch leider nicht zugänglich - der Wind weht bei jetzt fast 20 Grad in den Bäumen... eigentlich paradiesisch, wenn nicht ganz in der Nähe eine Schußmaschine stehen würde... So gesehen gut, denn wir sehen sofort: DAS geht gar nicht, beide Nasen sind in Panik.
Wir finden auf der Karte einen verheißungsvollen kleinen Rundweg an einem Bach (mal was anderes ;-)) Und ja, es ist mal wieder herrlich hier! Recht bald treffen wir einen Franzosen mit wasserverrücktem Hund. Der Mann wirft Steine in den recht breiten Bach und der Hund wie ein Bekloppter hinterher *g* Bob will da mitmischen bzw. den Hund abchecken, dem ist das aber völlig wurscht ;-))) - Lupo auch, der läßt sich lieber von dem Franzosen kraulen ;-)
Das gute ist: die beiden haben jetzt ihre Anspannung verloren vom vorangegangenen Schußerlebnis. Entspannt beenden wir unserer Runde und machen noch eine kurze Pause am Wagen.

Alsdann auf zum nächsten. Ziel, an der Küste. Schon der Parkplatz ist ein Volltreffer: ein leerer Spielplatz mit zwei schattigen Picknicktischen vor herrlicher Kulisse laden uns erst mal zur Pause ein. Ums Eck soll es einen Cache geben und der Owner (ein Deutscher ;-)) schreibt, er habe noch nie so eine traumhafte Ecke gesehen - und Recht hat er! Hier gibt es alles: bizarre Felsen, interessante Vegetation, Artischockenfelder, weißen feinen Strand und das alles vor türkisem Meer unter blauestem Himmel!
Der Cache scheint nicht mehr da zu sein, zumindest finden wir ihn nicht, aber das ist wieder mal egal ;-) Wir schlendern eine kleine Runde - und müssen immer wieder verdrängen, daß wir morgen abreisen müssen...

Ein leztes Ziel für heute steht noch auf dem Programm. Nur wenige Kilometer entfernt gibt es noch einen Cache. Der soll auf einer kleinen Felsinsel (also Insel nur bei Flut;-)) liegen. Wieder finden wir einfach traumhaftes Ambiente vor - hier allerdings auch einiges an Menschen ;-)) Macht nix, auf der Insel ist keiner und man gut über den Sandstrand hinlaufen. Derselbe deutsche Owner empfiehlt sie für ein Picknick - auch damit hat er Recht, nur daß wir nix dabei haben...
Carsten geht mit Bob auf die Suche, weil man dafür etwas höher klettern muß. Lupo und ich machen es uns im Windschatten gemütlich und beobachten die - schon wieder erfolglose Suchaktion. Macht aber auch hier nix, schön, daß wir da waren :-)

Um halb 5 sind wir dann wieder zuhause von unserem letzten Ausflug. Der Rest des Tages geht mit Essen, packen, aufräumen und dergleichen dahin. Seufz, hier würde es mir wirklich gefallen zu leben...!

 

 

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