Bei Ursi und Jamy in der Schweiz

Diesmal führt uns die Reise 700 km nach Süden - in die Schweiz, nahe Zürich. Ist das spannend: wir haben nämlich einen Besuch bei Ursi mit "Briardin" Jamy geplant, die wir bislang nur virtuell kennen, die uns nichtsdestotrotz eingeladen hat, ein paar Tage bei ihnen unterzukommen. Im Haushalt gibt es auch zwei Katzen (hint: unsere haben Katzen zum fressen gern, mein Mann ist auf Katzenhaare allergisch... ;-)) und Jamy sucht sich eigentlich ganz gern selbst aus, welche Hunde sie auch im eigenen Haus duldet *g* Schaun wir also mal, was passiert... Ich bin jedenfalls mächtig gespannt und freue mich auf die beiden - ich durfte doch auch noch nie einen echten Briard streicheln ;-)

Sonntag, 5. Februar 2006 - Anreise - Eigentlich lief ja alles ganz gut, wenig Verkehr, gutes Vorankommen. So sind wir auch gegen 15:00 kurz vorm Ziel, als es leider doch noch ungemütlich wird: derweil ich mit Ursi telefoniere wegen des Treffpunkts, wird das Konto meiner Karte leer. Dumm nur, dass ich die Adresse so gar nicht dabei habe... Zum Glück geht noch SMS, denn auch Ursi kann mich nicht anrufen - warum auch immer. Während wir also per SMS versuchen, zusammen zu kommen, verfahren wir uns auch noch kurz vorm Ziel :-( Aber irgendwie klappts dann doch noch mit der gesimsten Adresse und der Hilfe eines Passanten, der uns wenigstens sagen kann, WO wir eigentlich grad herumirren ;-)

Endlich angekommen ziehen wir auch direkt erst mal mit den Nasen los, wir gehen schon mal vor, damit wir uns nicht direkt vor der Haustür begegnen. Wir treffen uns ein Stück weiter auf einer großen Wiese. Die Jungs müssen natürlich gleich schaun, wer da ist und Hallo sagen. Jamy macht aber gleich klar, dass sie keinen großen Wert auf ihre Gesellschaft legt ;-) Nun ja, die Jungs kennen das, da ist sie nicht die Erste, und lassen sie auch in Ruhe.
Zuhause kommt dann die Sache mit den Katzen auf uns zu. Die Jungs bleiben also erst mal an der Leine. Da die Kittys sich ruhig verhalten, bleibt Lupo sogar recht ruhig. Aber als Bob so ein regloses Objekt als Katze identifiziert, hält ihn nix mehr (na doch - die Leine), er bricht in wüstes Gekläff aus. Das finden die Kittys derart ätzend, dass sie sich doch lieber verziehen...

Mag sein, dass es möglich wäre, dass Lupo die Katzen akzeptiert, für Bob sehe ich da keine Chance, sobald er mal eine zu Gesicht bekommt, flippt der völlig aus. Schade, denn so können die Pelztiere nur schichtweise am gesellschaftlichen Leben teilnehmen: mal müssen die Katzen eine Weile draussen bleiben, mal unsere Hunde im Schlafbereich.

 

Montag - weitere kleine Unpäßlichkeiten ;-) Die Akkus meiner Kamera sind leer, ebenso die Ersatzakkus... Auch die von Carstens Kamera haben kaum noch Saft. Ladegerät hab ich ja dabei, AAABER: wer hätte das gedacht, in der Schweiz hat es andere Steckdosen... Also fällt auch das Rasieren flach, ebenso wie die ersten Aufzeichnungen auf dem Laptop, das ohne Strom nämlich nicht läuft.

So konnte nur Ursi ein paar Fotos von dem schönen aber auch anstrengenden (weil mächtig lang aufwärts) Spaziergang am vormittag machen. Wir wandern einen Panoramaweg, von dem aus man eine tolle Aussicht auf Berge, Städtchen und See hat! Alles sieht zwar noch recht weiß aus, aber es ist mehr Eis als Schnee, und streckenweise muss man tierisch aufpassen auf den vereisten Wegen nicht auszurutschen.
Nachmittags gehen wir eine Runde auf den wenigen, zumindest fast freien Wegen hier in der Gegend. Irgendwie gibt es ja doch recht viele Hunde hier ;-) Meist geht es ganz gut, hin und wieder probt Bob aber doch den Aufstand. Das komische ist, dass ich mittlerweile zwar irgendwie recht zuverlässig erkenne, was schief geht und was nicht, aber es trotzdem nicht in Worte fassen kann ;-)

Auch der Dienstag ist grau und so um Null Grad herum. Echt schade: da, wo es weiß ist, ist es überall einfach nur glatt! Die "Schneeflächen" sind zu Harsch mutiert, geräumt ist nur, wo Autoverkehr herrscht, andere Wege bestehen nur aus Eis. Vormittags fahren wir also in tiefere Regionen, wo keine Schneereste mehr zu sehen sind. Hier kann man wenigstens laufen...

Der Rest des Tages ist faul. Plaudern, abhängen und ein kleines Ründchen im Eis hinterm Haus ;-) Ein kurzer Besuch im Städtchen, um Batterien und ein Stromdapter zu erstehen.

Ich habe selten einen Hund gesehen, der so desinteressiert an Artgenossen ist, wie Jamy *g*. Ein einziges Mal hat sie unterwegs das Böbchen kurz im Vorbeigehen von hinten angeschnüffelt, aber das war es auch schon ;-) Ansonsten sind die Jungs zwar da, sollen aber bitte auf eine gewisse Entfernung bleiben.
In der Wohnung trohnt Madame irgendwo in der Familienliegelandschaft und beansprucht diesen Teil des Wohnzimmers auch für sich. Es gibt keinen Streß, denn unsere haben's wohl verstanden und bleiben ihr fern. Manchmal vergißt mal einer, dass sie da ist und läuft in ihre Richtung, wird dann eben gestopt und gut is'.
Auch die Kittys entspannen sich langsam, trauen sich wieder spontan in die Wohnung, wenn die Tür offen ist - zu Anfang haben sie immer erst lange abgesichert, ob auch wirklich kein Feindhund in Sichtweite ist ;-)

Am Mittwoch morgen kommt, während ich hier tippere, Mira maunzend von draussen rein und trägt ganz stolz eine tote Maus durch die Gegend, lecker... Der Versuch, sie fotografisch einzufangen, macht Mira aber lediglich leuchtende Augen ;-)))

Für den Nachmittag sind wir eigentlich mit und bei Nina verabredet, aber sie ruft morgens an, leider ist sie ziemlich krank und kann uns nicht treffen. Schade, ich hätte sie wirklich gern kennen gelernt.
So fahren wir vormittags auf den Raten, wo es noch ganz guten Schnee hat, man aber auch ganz gut laufen kann. Als wir aus den Wagen steigen, meinen wir allerdings, gleich wieder umdrehen zu müssen: es hat zwar nur Null Grad, aber es geht ein stürmischer und eisiger Wind - iiiiih! Später geht es aber, es wird doch noch ein ganz schöner Gang. Anschließend kehren wir im Ausflugsrestaurant ein - die Mäuse bleiben allerdings alle im Wagen.

Nachmittags fängt es an zu schneien. Kommt ganz schön was runter. Teilweise läßt es sich jetzt besser gehen auf den Wiesen in der Nähe, teilweise ist es fatal: Man sieht die vereisten Wege nicht mehr, und einmal lege ich mich auch fies auf's Maul...
Auch auf den Straßen bleibt es liegen. Naja, insofern vielleicht ganz gut, dass es mit dem Date mit Nina nicht geklappt hat - schon ohne Schnee hätte die "Reise" über eine Stunde gedauert.

Donnerstag morgen hält mich Mona vom Tippern ab: sie klettert mir auf den Schoß und verlangt ganz dringend nach ausgiebigen Streicheleien! Kurz danach wird meine morgendliche Klausur (wofür stehe ich eigentlich um 6:00 Uhr auf???) schon wieder gestört: Bob fiept - wie schon gestern - die ganze Zeit und läßt Carsten nicht weiter schlafen. Also erst mal kurz raus, ein Ründchen drehen.
Später wagen wir dann einen Spaziergang von zuhause aus. Es ist echt total schön hier, tolle Wege zum Gehen - eigentlich... Das Eis unter dem Neuschnee ist natürlich noch da, und Ursi und Carsten haut es ziemlich unsanft um (ich bleib heute mal verschont) ;-) Schmälert den Spaß schon ein wenig, wenn man immer nur die Augen auf den Boden heftet...
Nachmittags schneit es nochmal recht viel. Wir gehen eher kurz auf die Wiese und bespaßen etwas die Mäuse ;-)

 

Mira war eine Nacht und den ganzen Tag gestern verschwunden. Freitag morgen begrüßt sich mich allerdings wieder maunzend - als ob sie ahnt, dass die Fremden heute wieder abziehen ;-)))
AikoFür den Rückweg haben wir geplant einen kleinen Stop bei Aiko und Familie in Stuttgart einzulegen. Hoffentlich klappt's, es hat noch mal viel geschneit, es ist Freitag (bestimmt viel Verkehr) und hoffentlich finden wir sie auch. Wäre echt klasse, den alten Weichpelz mal wiederzusehen! :-) Ob er uns alle wieder erkennt? Mit Lupo hat er immerhin lange sein Quartier im Tierheim geteilt...

Kurz nach Neun machen wir uns auf den Weg Richtung Heimat. Und tatsächlich - mit ein bisschen Falschfahren kommen wir enlich um 13:00 in Stuttgart bei Aikos Familie an! Klasse, der Kerl erkennt uns alle wieder! Unsere Jungs ihn wohl auch, denn die Begrüßung verläuft relativ ruhig und völlig stressfrei.
Wir gehen alle gemeinsam erst mal eine Runde im Park spazieren und werden dann noch für eine Pause nach Hause eingeladen. Wirklich schön hat er's hier, der kleine Braunpelz :-)

Vielen Dank noch mal nach Stuttgart! Wir haben uns sehr gefreut, euch alle (wieder) zu sehen! :-)

 

Mehr Urlaubsfotos gibt's im Fotoalbum.


 

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